Wanderungen, Stempelstellen und Geheimtipps zur Harzer Wandernadel.
Man kennt ihn im Harz nicht wirklich – und doch glaubt jeder, ihn schon einmal gesehen zu haben. Ein Mann mit grauem Bart, einem alten Filzhut und einem dunkelgrünen, etwas verschlissenen Rucksack. Einer, der fest daran glaubt, dass sich hinter jedem Felsen und auf jedem Pfad eine Geschichte verbirgt. Er trägt eine kurze Wanderhose, schwere Stiefel und in der Hand einen knorrigen Wanderstock. Aus seiner Pfeife steigt manchmal ein dünner Rauchfaden auf, der sich zwischen den Bäumen verliert.
Man nennt ihn einfach: Heinrich der Wanderer
Niemand weiß genau, wie alt er ist oder woher er kommt. Doch wenn irgendwo ein neuer Stempel der Harzer Wandernadel auftaucht oder ein alter Pfad im Wald wiederentdeckt wird, dann dauert es meist nicht lange, bis Heinrich dort entlangzieht.
„Der Harz erzählt Geschichten. Man muss nur langsam genug gehen, um sie zu hören.“
Das sind seine Worte. Seine Wanderungen beginnen oft dort, wo sich in den stillen Gassen der Harzer Städte altes Gemäuer und Fachwerk begegnen, dort, wo Geschichte noch zwischen den Häusern zu spüren ist.
Doch Vorsicht, der Harz erzählt seine Sagen nicht jedem, man muss sehr wohl bereit sein, genau hinzuhören.